Über mich
Erfahren Sie mehr über meinen beruflichen Werdegang und meine Qualifikationen

Ich habe eine klassische humanistische Bildung erfahren – nach dem Abitur mit großem Latinum in Göttingen ging ich zum Studium nach München. Ich studierte Ethnologie und Theaterwissenschaften. Schon während des Studiums begann ich, als Dramaturgin für verschiedene Filmproduktionen zu arbeiten, drehte erste eigene Filme. Es folgten 20 Jahre intensivste Arbeit in der deutschen und internationalen Filmbranche.
2012 entschied ich mich, meiner lebenslangen Leidenschaft für Medizin und Psychologie nachzugeben und begann mein zweites berufliches Leben. – In insgesamt 5 Jahren intensivster Ausbildung machte ich den Heilpraktiker für Psychotherapie am ZFN in München. 2 Jahre Grundlagen der Psychologie, intensives Studium der psychiatrischen Diagnosesysteme, aller psychiatrischen Erkrankungen mit den dazugehörigen Symptomen und Syndromen bildeten eine der Grundsäulen. Im Mai 2016 erhielt ich die Heilerlaubnis durch die Prüfungen am Gesundheitsamt München.
Therapieausbildungen
Immer wieder faszinierte mich zu erleben, dass die Menschen überall auf der Welt ähnliche Sorgen, Ängste und Wünsche haben, allerdings so unterschiedlich umgehen mit Themen wie Krankheit, Katastrophen, Sorgen… In den westlichen Zivilisationen wird ständig bewertet, gern abgewertet, bei Krankheit ist die Tendenz zu Abgrenzung, Ausgrenzung zu beobachten – die Assoziationen sind: Mangel, Fehler, Defizit, nicht funktionieren…. Mit großem Erstaunen und Freude habe ich Gesellschaften erlebt, in denen jemand, dem es nicht gut geht, in die Mitte genommen wird, besungen, betanzt, genährt wird, damit er den anstehenden Schritt in seiner Entwicklung mit dieser Stärkung besonders gut vollziehen kann. Welch‘ ein anderer Blick!
Selten ist das Problem an sich das Problem – sondern unsere Bewertung dessen, was passiert, macht einen Sachverhalt, einen Vorgang, eine Entwicklung zum Problem.
Meine Begeisterung für die systemische Denk- und Sichtweise hat mich einerseits genau an die frühere Begeisterung für andere Kulturen, ihren Umgang miteinander erinnert und andererseits den Blick auf unsere Wahrnehmungen und Vorstellungen, all unsere Glaubenssätze grundlegend beeinflusst, sehr vieles auf positivste Weise in Frage gestellt, neue Perspektiven eröffnet – wenn wir den Fokus größer machen, den Blick weiten von dem einzelnen Problem, dem Träger des Problems hin zu den Systemen, denen wir angehören, dann kann eine neue, versöhnliche Sicht entstehen, die das sogenannte „Problem“ plötzlich als eine wertvolle Ressource in einem früheren Kontext deutlich macht. Alle störenden Verhaltensweisen, Empfindungen, Reaktionen sind in einfacher, klarer Logik eines Systems entstanden und hatten ihren Sinn, ihre Funktionen. Das zu erkennen und wertzuschätzen, ist der Beginn von Therapie und Wandlung.
Diese manchmal wunderbaren Erfahrungen zu machen, miterleben zu dürfen, wie bei Klienten in einer hoffnungslos erscheinenden Situation sich plötzlich eine neue Wahlmöglichkeit, ein neuer Weg öffnet, der „Dreh“ (Steve de Shazer) vollzogen werden kann, ist auch für mich immer wieder ein großes Glück.
Ich bin jedem meiner Klienten und Patienten dankbar für das Vertrauen, sich zu öffnen und damit zu ermöglichen, einen einmaligen Weg ein Stückchen gemeinsam zu gehen.